5 Tage Bangkok und Ende
[12/03/2010 11:24 pm]

Das erste was mir in Bangkok auffiel war der enorme Verkehr. Verkehrsregeln sind scheinbar nur für’s Papier gemacht! Auf keinen Fall für die vielen TukTuks, die dreirädrigen Mopeds, die hauptsächlich als Taxi, manchmal auch zur Lastbeförderung, verwendet werden. Außerdem war die Luft dreckig, heiß und manchmal auch schwül. Für lange Fußmärsche eher ungeeignet. Doch das hinderte mich nicht daran täglich mehrere Kilometer umherzuhatschen. Nicht wegen des Geizes, die Preise in Thailand sind extrem niedrig, sondern um mehr zu sehen, auch mal in Nebengassen reinzuschauen und so einen intensiveren Eindruck zu gewinnen.

Eine Millionenstadt mit dutzenden, wenn nicht hunderten, Tempeln und Pagoden. Mit die wichtigsten sind sicherlich der „Große Palast“ mit „Wat Po“, dem liegenden Buddah, der „Goldene Berg“ und auch der des „Goldenen Buddahs“! Dann war da noch der „Black Buddah“ oder der "Große Stehende"! Die hab ich jedenfalls richtig angesehen, besucht. Auf dem Weg aber etliche kleinere Tempelanlagen passiert.

Am Freitag war dann der Tag der Haie! Da ich per Zufall wußte, daß es in der Stadt in einem riesigen Aquarium diese Möglichkeit gab habe ich mir vorgenommen, diese wahrzunehmen! Bis etwa 150 Euro mach’ ich’s, so meine Gedanken! Mit 120 Euro, plus 11 Euro für ne mäßig gute Bilder-CD, ging es dann zu den Haien in’s Becken. NACH der Fütterung, klar oder?! Wir waren zu dritt! Der Guide, ein Züricher und ich. Ich konnte es kaum erwarten die bis zu 4,5 m langen Tierchen um mich rumschwimmen zu sehen. Näher als 1m kamen sie dann doch nicht, wo ich gerne ein paar Streicheleinheiten loswerden wollte! Gegen Ende drehten wir den Spieß um. Zwei Sandtigerhaie und ein Leopardhai lagen an der Öffnung aus der das frische Wasser strömte und dösten. Da der Guide mir deutete hinzuschwimmen, tat ich dies! Als ich dann dem großen die Schwanzflosse beiseite schob, drehte er sich um, schwamm einen Kreis und legte sich wieder hin. Der faule Sack! Ich interessierte ihn gar nicht, war ihm wohl nur etwas lästig! Die Haut war rauh wie Sandpapier, vielleicht daher der Name?

Dieser Einkaufs- und Erlebniskomplex, ein Cineplex ist auch integriert, bietet von der Nagelfeile bis zum Maserati alles was man/frau sich vorstellen kann! In über hundert Foodstores ist für jeden Magen was dabei. Dimensionen wie sie bei uns nicht so schnell zu finden sein dürften!

Es gab Momente, da dachte ich Bangkok besteht nur aus Tempeln und Märkten, bzw. Verkaufsständen! Es ist unglaublich, wieviele Menschen hier vom Verkaufen satt werden wollen! Vor allem im Zentrum, so um die oben erwähnten Tempel, ein Gebiet mit einem Radius von schätzungsweise 6-7 Km. Auf den Gehsteigen wird alles angeboten, Essen, Klamotten, Technik, Ramsch, einfach Alles! Dazu kommen dann noch ganze Straßenzüge, die für die Verkäufer abgesperrt werden! Aber auch in einige Großmärkte für Gemüse, für Fleisch, für Blumen, für Obst bin ich einige Male hineingeraten. Oder habe sie extra besucht, wie den Sianlum Nightmarket, oder den Klamotten Großmarkt Bobae (T-shirt 1,80, Jeans 5 Euro)

Alles in Allem waren diese 5 Tage gerade recht um mal reinzuschmecken. Ich behaupte jetzt mal die meisten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Trotzdem ist diese Stadt immer wieder einen Besuch wert, vielleicht nur 2 Tage, dann weiter in den Norden oder Süden, doch das Leben und Treiben wird mich immer faszinieren! Auch die Tatsache, daß die Preise für uns Europäer eine Lachnummer sind. Mein Hotel war mit ca. 17 Euro schon nicht mehr billig. Für 10 Euro wäre es auch machbar gewesen. Ein Essen auf der Straße: 70 Cent für ne ordentliche Portion Nudeln mit Ei und Huhn!!! Im einfachen Restaurant ein Menue für 3 Euro, das Bier dazu: 1,20 für 0,7 Ltr.! Was will man mehr? Ach ja die massagen, hätt’ ich beinah vergessen! Auch sehr günstig! Full Body Oil Massage für 6-7 Euro, Hammer! Hab ich mir natürlich auch einige gegönnt, NEIN!, nur Massage!

Tja, das war es, vorerst! 2010 gibt es zumindest nix mehr und 2011 steht bisher „nur“ ein Harley Ride auf der Route 66 in USA auf dem Wunschzettel, mal sehen?

Glücklicherweise konnte ich barfuß in den Sandalen und im T-shirt bis Isny fahren, da mich schönstes Sonnenwetter in Deutschland empfing! So fiel mir der Übergang nicht ganz so schwer. Eine Woche Aklimatisationszeit habe ich mir gegönnt. Das war auch gut so! Inzwischen bin ich wieder „auf’m Bock“, hatte aber, dank meiner wohlgesonnen Disponentin noch keine Hektik zu bewältigen. Kommt wieder früh genug, hoffentlich verschreie ich nichts (klopf,klopf,klopf auf Holz)!

Hiermit beende ich diesen Blog, neue Reisen werde ich wohl auch wieder unter 123gratisblog.de einstellen, da hier keine Anmeldung erforderlich ist um mal reinzulesen! Für die erhaltenen Komentare und Mails bedanke ich mich bei Allen! Für Anregungen und Meinungsaustausch bin ich weiterhin zu haben!

Danke Euch allen für Euer Interesse, bis irgendwann zur nächsten Reise, Euer Michael

   Down under ade
[15/02/2010 9:59 am]

Die letzten 1000 km (von insgesmt 15.900) waren mehr vom Wetter geprägt denn von den Sehenswürdigkeiten, die auch an der südlichen Ostküste vorhanden sind! Ich muss zugeben, dass mich das Wetter sehr beeinflußt hat. Es fiel mir teilweise schwer die ganze Schönheit oder Imposantz zu erfassen. Doch für einen letzten Bericht langt es allemal.

Es ist nunmal Regenzeit von Januar bis März! Das habe ich und vor allem mein zeitweiliger Mitfahrer schon deutlich zu spüren bekommen.  Den New England Nationalpark mussten wir in zwei Anläufen angehen. Den ersten Besuch brachen wir wegen des Nebels und zu erwartenden Regens ab. Am nächsten Tag, nach einer Regennacht, war es dann doch noch ohne Nässe möglich den höchsten Rainforest (1563m) in NSW ein wenig zu erwandern! Die Straße die wir von der Küste weg befuhren nennt sich Waterfallway. Zu recht! Alle paar Km geht es links oder rechts ab zu irgend einem Fall. Einige haben wir uns angesehen, war halt immer eine Frage: lohnt es  sich oder nicht? Doch der zweithöchste in Australien, der Ellenborough Fall, war ein Muß! Nach dem ausgiebiegen Regen sowieso. Um an die Sohle des Falls zu gelangen mußten wir hunderte von Stufen ab- und wieder aufzusteigen.

Der weitere Weg führte uns nach Wingham, dort bestaunten wir einige riesige Stinger Tree’s! Es war nur ein kleiner Park, doch die Bäume hatten es in sich! Unter anderem hunderte, wenn nicht über 1000 Flying Foxes (Flughunde). In der Dämmerung fangen die an, mit lautem Gekreische ihre Nachtjagt einzuläuten. Es sind Früchtefresser und müssen bis zu 100 Km ausschwärmen um satt zu werden. Klar, wenn soviele auf einem Platz logieren.

Port Macquarie! Ein Küstenort, der nix besonderes zu bieten hat. Doch da das Wetter gut war, entschlossen wir uns erst mal halt zu machen und die Wellen zu genießen. Nach der zweiten Nacht ging es dann auf Nebenstraßen weiter die Küste runter. In “Hawks Nest“ verbrachten wir unseren letzten gemeinsamen Abend.

Newcastle hieß die Station am nächsten Tag. Hier verabschiedete ich Konrad, der mit dem Zug nach Sydney fuhr, während ich noch einen Tag blieb. Einfach relaxen, mal in’s Wasser an der Beach, dann wieder die Aussicht auf dem „Hill“ genießen! Hatte ja noch zuviel Zeit fuer meinen restlichen Trip zur Verfügung!

Nur das Wetter machte mir Sorgen. Wie wird es in den Blue Mountains sein? Eher schlecht, hieß es. Egal, rein in’s Auto und hoch in die Berge! Ich bin den Bogen über Nordwesten gefahren, durch den Yengo NP, in der Nacht dann das tog,tog auf dem Autodach.... Regen! In Katoomba angekommen lagen die Wolken quasi auf der Straße! Was tun? Ich ließ das Wetter, Wetter sein und entschied ich mich nach Jervis Bay zu fahren!

Angeblich kann man in dieser Bucht, die etwa 140 Km südlich Sydneys gelegen ist, mit Delphinen schwimmen?! Ich war 3 Tage dort, hatte aber kein Glück. Wenigstens das Wetter war einigermaßen bis sonnig, so konnt’ ich es gut aushalten!

Dann wieder hoch in die Berge, Wetteraussichten: positiv! So war es dann auch! Die Three Sisters stellen nach Aboriginalversion drei versteinerte Frauen dar, die sich in fremde Männer verliebt haben sollen, anstatt in der Sippe zu bleiben!

Am nächsten Tag stand das Nachbartal auf dem Programm, das Grose Valley (kein Schreibfehler)! Doch hier waren nun aufgrund der vergangenen Regenwoche fast alle Walks gesperrt bzw. nur teilweise begehbar, d. h. kein Rundweg möglich. Nun, was soll’s, das Wetter war gut, lt. Webcam auch in Sydney! Es sollte aber wieder schlechter werden! Also, ab an die berühmte Manly Bay, noch einmal Australische Wellen genießen! Die Entscheidung war genau die richtige! Breits abends regnete es wieder kräftig! Der Samstag war sehr naß, nachmittags entschloß ich mich dann der zweiten Bay, Bondi, noch die Ehre zu erweisen! Dort lief es mit dem Schlafplatz „Auto“ auch besser, als in der City. Außerdem gab es Duschen am Strand. Sonntag war das Wetter badetauglich, Abends wieder Regen, unmöglich!

Und heute, mein vorletzter Tag, Sonne pur! Ich bin dennoch in die Stadt reingefahren, Auto waschen und Zeug zusammenrichten ist angesagt. Morgen Übergabe und Abreise nach Bangkok für 5 Tage! Diesen Bericht werde ich wohl erst von D aus einstellen! Ein Resümee werde ich wohl auch noch zuwege bringen, aber sicherlich auch erst in der Heimat zu Papier bringen!


   Auf dem Rueckweg
[30/01/2010 10:03 am]
Auf dem Weg zurück

Ja, meine Freunde, die ihr das kalte Wetter ertragen müßt, es hat nun ein paar Tage länger gedauert! Doch das war eh angekündigt. Mittlerweile sind doch noch ein paar Eindrücke zusammengekommen die ich erwähnen möchte, da ich denke das sie Euch interessieren!?

Mein erster Stopp auf dem „Weg zurück“ nach Sydney waren die Wallaman Falls. Etwa 300 km südl. von Cairns, davon 25 km steil in Serpentinen auf 540m über Meereshöhe. Dort konnte ich auch übernachten! Den steilen Abstieg begann ich mit einem zögern, schließlich mußte ich den selben Weg wieder hinauf! Doch was tut man sich nicht alles an, um ein paar schöne Erinnerngen zu erlangen. Irgendwie kam ich denn auch wieder nach oben, bin ja schließlich fit!

Auf der weiteren Fahrt hielt ich mal kurz in Townsville an. Geplant war hier das Wrack der Jongalla zu betauchen! Doch meine Ohren machten noch nicht so richtig mit. Später habe ich erfahren, daß für 2 Tauchgänge 340 $ (ca. 250 €) zu berappen gewesen wären. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir das wirklich geleistet hätte? Dafür habe ich mir aus dem Bottelshop einen 4 Literkarton besten Rosé mitgenommen, bin dann auch nur noch 'ne Std. gefahren. Der Wein wartete schließlich darauf verköstigt zu werden!

Was ich mir nicht entgehen lassen wollte waren die Schnabeltiere im Eungella NP, ca 70 km westl. von Mackay. Kam abends dort auf der Höhe an und werde überrascht! Ein junges Päarchen vom Tauchboot Kangaroo Explorer ist ebenfals grad eingetroffen. Großes Hallo! Wir beschließen die Fotosession der Schnabeltiere auf den nächsten Morgen, vor dem Frühstück, zu verschieben! Von 5:30 bis fast 7 Uhr haben wir die quirligen Geschöpfe beobachtet und natürlich auch fotografiert! Auf dem Rückweg zur Hauptroute noch ein erfrischendes Bad an einem kleineren Wasserfall und danach ein zweites Mal Abschiednehmen!

Die nächsten Tage bin ich mehr am Fahren, denn am Erleben. In Town of 1770 buche ich eine Tagestour mit einem Amphibienfahrzeug, mal ’ne nette Abwechslung, vor allem , weil ich erstmals Dünensurfing ausprobiert habe!

Bundaberg ist mein nächstes Ziel. Es ist grad die Zeit des Schildkröten-Schlüpfens! Das muß ich gesehen haben, wenn ich schon zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bin (Eiablage von Nov. bis Februar)! Am 18. Januar um 19 Uhr beginnt das Abenteuer. Erst eine DVD-Einführung, danach die Einteilung in Gruppen, da nicht mehr als max. 60 Personen eine Führung erhalten. Die tägl. Besucherzahl ist auch auf 300 beschränkt. Voranmeldung zwingend! Nach der beobachteten Eiablage mußte ich noch gut 2 Std. im Infocenter ausharren um auch noch das Schlüpfen miterleben zu können! Was ich bisher nur aus dem Fernsehen kannte, durfte ich nun live erleben: wie die 3-4 cm kleinen frisch geschlüpften Schildkröten dem Wasser entgegen spurten. Da die Loggerhead-Schildkroeten nachts schlüpfen, besteht auf diesem Weg erst mal keine Gefahr. Doch auch im Meer lauert der Tod überall! So kommt gerademal Eine von Tausend geschlüpften Schildkrötenbabys nach ca. 30 Jahren an diesen Strand zurück um seinerseits Eier abzulegen! Fotos waren leider nur eingeschraenkt moeglich.

Ein Geheimtipp war das Füttern der Delphine in Tin Can Bay! Die bis 2m großen, wendigen, Schwimmer haben es sich zur Gewohnheit gemacht täglich zur Fütterung zu erscheinen.Warum selber jagen, wenn einem die Fische in’s Maul gelegt werden? Weiter über Noosa Heads, dem „Nizza der Ostküste“! Kam wieder einmal recht spät an, so gegen 18 Uhr. Mein Abendbrot beendete ich bei Taschenlampenschein direkt an der Beach bei angenehmer Brise. Mein früher Start für den Walk der mich auch an den heimlichen FFk-Strand bringen sollte wurde von Erfolg gekrönt: nee, nicht viele Nackte, eine Gruppe Delphine war unterwegs um zu jagen und in den Wellen zu springen! Wieder ein eindrucksvoller Anblick!

In Brisbane angekommen fuhr ich erst einmal in die Werkstatt von meinem Autovermieter. Reifen, Bremsen und Kundendienst waren fällig. Der Vormittag war somit gebongt! Danach habe ich mir in knapp 2 Std. kreuz und querfahrerei durch Brisbane die City etwas angesehen! Bei den Parkgebühren kam ich so gegenüber dem Spritgeld besser weg. Mir reichte diese Variante! Ein Tagesausflug auf North Stradbroke brachte mir die Erfahrung von Quallenbrand. Glücklicherweise eine harmlosere Art, die Bluebottle Qualle, nach etwas mehr als einer Stunde spürte ich nichts mehr und die Rötung war am 2. Tag auch verschwunden.Ein weiterer Ausflug in dieser Region war der Mount Tamborine (siehe Bild). Danach ging es weiter Richtung Süden! Doch nun nicht mehr allein! Habe in Brisbane Konrad getroffen, ein Verwandter einer Bekannten einer Bekannten von mir. Ja so kann das laufen down under! Er wollte bis Sydney mitfahren! Warum nicht dachte ich, war lange genug alleine unterwegs.

Byron Bay mit Cape Byron, dem östlichsten Punkt von Australiens Festland war einen Stopp wert. Einen weiteren Tagestripp später stand der Dorrigo Nationalpark auf dem Programm. Gute Entscheidung! Ein beeindruckender Regenwald mit bereits sehr alten Würgefeigen. Diese Pflanze wird von Vögeln via Ausscheidung der Samen in die Baumkronen verfrachtet. Von dort wächst sie langsam nach unten. Umschließt dabei den Hauptstamm des Baumes nach und nach vollständig, im Flechtmuster. Der innere Baum stirbt letztlich ab. Übrig bleibt die Würgefeige, innen hohl! Laut beschreibung kann dieser Vorgang schon mal 1000 Jahre dauern!

Mittlerweile sind wir in Port Macquarie angekommen, nachdem einige Wasserfälle und ein Regenwald auf über 1500m Höhe bewandert wurden! Doch das und was sonst noch kommt im nächsten Bericht. Einen mach ich bestimmt noch bevor ich am 16. Feb. von Sydney aus nach Bankok weiterfliege!

 

 


   Nun bin ich Open Water Diver
[11/01/2010 7:15 am]
Mann oh Mann waren das aufregende, teilweise auch anstrengende Tage! Am 02.01. 9 Uhr ging es los mit Theorie und Pool-Übungen. 2 Tage lang. Alles in englisch, da mußt ich aufpassen wie harry. Dann auf’s Boot hinaus in’s Graet Barrier Reef! Über 2 ½ Std. Fahrt mit ’nem schnellen Shuttle-Katamaran. Kaum angekommen und die Tasche in der Kabine untergebracht hieß es schon: briefing for the your first dive! Die Spannung stieg, wie sieht es da unten denn nun wirklich aus, sehe ich auch das was sonst im TV zu sehen ist? Kaum eine Minute unter Wasser ist klar: jaaaaa!! Alle möglichen Farben, Korallen unterschiedlichster Art und natürlich Fische, Fische, Fische! Die englischen Namen sagen uns eh nicht viel, daher erspar ich sie Euch, auch will ich Euch nicht langweilen mit ausführlichen Einzelheiten! Doch eines dürfte klar sein: mit Schildkröten, Haien mit bis zu 1,5m, Rochen (wenn auch keine Mantas) oder einem Schwarm Barsche auf Augenhöhe zu sein ist ein Erlebnis der besonderen Art! Leider kann ich im Moment keine Unterwasserbilder liefern, da die mir erst zugesandt werden!
Der Tauchkurs selbst war mit dem 4. dive abgeschlossen. Zur Prüfung unter Wasser (in 18m Tiefe) mussten wir die Maske abnehmen und wieder freimachen (logisch!), sowie den Atemregler aus dem Mund nehmen und loslassen. Danach gab es noch 5 Tauchgänge just for fun, inklusive eines Nachttauchgangs!

Zurück an Land mußte ich mich erst mal wieder an das gerade Gehen, ohne schaukeln, gewöhnen. Mein Plan war 2 Tage Pause zu machen und dann nochmal einen Zweitagestrip auf ’nem anderen Schiff zu buchen. Die Landtage verbrachte ich mit Besuchen der größten Schmetterlingsfarm Australiens, sowie einer Krokodil-Farm. Beide Anlagen verdienen den Namen Farm, denn es werden dort tatsächlich die Tiere auch gezüchtet! Die Schmetterlinge um sie in der Natur auszusetzen, die Krokodile um sie der Leder-Industrie zuzuführen.

Der fogende Zweitagestrip auf der „Oceans Quest“ beinhaltete 7 Tauchgänge. Das Schiff war um einiges größer als die Kangaroo Explorer und dementsprechend komfortabler. Wobei mir das nur sekundär wichtig ist, schließlich gehe ich zum Tauchen. 3 Tagestauchgänge und noch ein Nachttauchgang füllten den Samstag aus. Doch am Sonntag musste ich den „morning-dive“  um 6:30 Uhr abbrechen, meine Ohren wollten keinen Druckausgleich zulassen, so ne Sch....! Den nächsten Tauchgang begann ich erst gar nicht, weil ich den Ohren noch ’ne Ruhepause gönnen wollte um wenigstens den 3. und letzten Tauchgang vor der Rückfahrt mit dem Shuttle mitmachen zu können! Es funktionierte, um 11:30 ging ich in’s Wasser, jedoch nicht tiefer als 7m runter. Aber auch in dieser geringeren Tiefe ist genügend zu sehen. Es war einer meiner besten Tauchgänge! Wie, wenn mich die Meeresbewohner verabschieden wollten zeigten sich nochmals die meisten: eine fressende Schildkröte, Rochen, „Nemo“ war auch wieder da, erstmals eine Muräne in ihrem Loch und all die anderen größeren und kleineren Fische, deren deutsche Namen ich nicht kenne! Egal der dive war top und tröstete über den ausgelassenen hinweg! Beim anschließenden Chillen, nach dem Mittagessen, auf dem Sonnendeck hab ich mir dann tatsächlich noch den ersten Sonnenbrand in Australien geholt. Nicht total, aber stark genug, als das ich ihn am nächsten morgen noch spüre.

Wenn ich ehrlich bin ist für mich im Moment die Luft etwas raus! Der Hauptgrund meiner Reise war ja bekanntlich das Tauchen zu lernen. Die „Anreise“ war absolut beeindruckend, doch nun muß sich erst mal zeigen, was noch kommt? Bestimmt wird es das Eine oder Andere Highlight noch geben, doch die Eindrücke des Tauchens sind schon enorm. Ich werde es auf mich zukommen lassen und Euch teilhaben lassen, sofern Ihr weiterhin mal hier vorbeischaut! Könnte allerdings etwas dauern bis zum nächsten Eintrag.


   Kings Canyon und raus aus dem Outback
[01/01/2010 8:53 am]
Für den Tag am Kings Canyon waren wieder mind. 38 Grad angesagt. Da habe ich dann doch mal ein Käppi mit Anhang zum Schutz des Nackens aufgesetzt. Für den Walk wird eine Zeit von 3,5 Std. laut Wandertafel vorgegeben. Heißt für meinen Schritt etwa 2:20 Std., diesmal habe ich die die Zeit jedoch gebraucht, nicht weil es so heiß war, sondern weil ich ständig am schauen war was die Natur hier wieder zustande gebracht hat! Erst ein kurzer Abstecher in der Talsohle, dort stehen Eukalypten mit weisser Rinde, auch Geister-Eukalypten genannt, weil sie die Sonne so sehr reflektieren. Dann der Aufstieg, bis zu 40 Grad Steigung, dafür nur ein kurzes Stück, das es aber in sich hat. Vor allem, wenn ein 50jähriger meint er muß da hochmarschieren wie wenn der Zug gleich abfährt1 War ganz schön am Schnaufen, hab mir aber nichts anmerken lassen, klar, oder? Beim Fernsicht genießen konnte ich das einigermaßen kaschieren. Die Errosion hat hier wieder interessante Formationen entstehen lassen. Das ganze Gelände war vor Millionen Jahren mal Meer! Jetzt zersetzen die Naturgewalten die gepressten Dünen. Es entstanden Kuppeln, die einzelnen Lagen sind unterschiedlich fest, dadurch entstehen diese Schichten mit den Furchen.

Die eigentliche Attraktion aber ist der sogenannte „Garden of Eden“! Im hintersten Winkel des einen Seitencanyon ist ein tiefes Wasserloch, das ganzjärig Wasser hat, in dem auch gebadet werden darf. Schon auf dem Weg dahin, der von oben über Treppen durch einen schmalen Zugang angelegt ist, gibt es Wasser und einige Palmen, ebenso wie im eigentlichen „Garden“ auch! Echt beeindruckend im sonst eher spärlicher bewachsenen Outback diese Vegetation bestaunen zu können! Da kommen tatsächlich romantische Gefühle hoch!

Der Kings Canyon war ein weiteres Highlight auf meiner Route. Mit ’nem 4WD hätte ich einen Track fahren können um noch andere zu erreichen, wie das Palmvalley z.B., doch das hebe ich mir halt auf, falls ich nochmal nach Down Under komme. Da bin ich dann auf jeden Fall mit 4WD unterwegs. Mal sehen?

Bis Alice Springs bin ich dann noch gekommen. Eine mittelgroße Stadt, die keine wirklichen Attraktionen zu bieten hat! Muß ja auch nicht jede Stadt was extra haben. Meinem Beruf entsprechend, besuchte ich dann zumindest die australische „Hall of Fame of Transport“. Da gab es dann auch viele Oldies, ein paar neuere Modelle und ausführliches über Pioniere des australischen Transportwesens zu sehen. Das alles zu lesen war mir dann doch zu anstrengend, da müsste Englisch meine zweite Muttersprache sein, ist es aber nicht!

Eine Sehenswürdigkeit stand noch auf dem Programm, bevor ich Cairns erreichen würde.
Die „Devil Marbles“! Granitkugeln mit Durchmessern bis zu 6 m ! Einfach so, etwa 440 Km nach Alice Springs liegen die da quasi am Wegesrand! Ein recht großes Feld mit lauter Murmeln. Wie die da hingekommen sind weiß ich auch nicht, egal sie sind da und gut genug für ein paar Fotos! Für die kleinere Ausführung, die "Pebbles", 140Km weiter nördlich war nicht mehr genügend Tageslicht vorhanden um extra vom Weg abzubiegen.

Den Rest der „Anreise“ zu meinem Geburtstagsgeschenk an mich, dem Tauchkurs in Cairns,  an der Ostküste Australiens habe ich in Truckermanier absolviert: fahren, schlafen, fahren und wenn nötig eine kleine Entspannungspause! Alles in allem waren es nun bis Cairns rund 9500 Km! Die letzten 2900 Km, vom Kings  Canyon weg, eben Truckermäßig! Schließlich wollte ich, wie in meiner Rundmail angesprochen, zu Sylvester wieder in der „Zivilisation“ sein! Den letzten Tag, und auch die Nacht über hat es ziemlich viel geregnet, richtig viel. Trotzdem so um die 28 Grad, teilweise schon unangenehm schwül, aber geschafft! Das Neue Jahr ist auch erreicht, mit einer großen City-Pary und morgen beginnt dann das Geburtstagsgeschenk! Es wird vermutlich etwas länger dauern bis ich Euch wieder mit Berichten bediene, bin unter anderem auch 3 Tage auf dem Boot draußen im Riff! Außerdem wird es mich zunächsteinmal wegbeamen, ob der Faszination unter Wasser, da muß ich erst wieder runterkommen.

Also bis dahin Allen nochmal ein gutes Neues und warm anziehen, damit ihr Euch nicht erkältet :>)



Über den Autor

Michael, 50/m, NR, reiselustig! So könnte die Kurzbeschreibung lauten! Doch eines ist sicher: Da steckt mehr dahinter. Auch wenn ich schon ein paar mal unterwegs war, fast 3 Monate hab ich noch nicht geschafft. Doch es ist bekanntlich nie zu spät.

Viele werden denken, mensch, das will ich auch mal machen! Bo, ejh das wär cool! So wie ich! Jahrelang! Doch jetzt ist es soweit. Was man/frau wirklich will realisiert er/sie auch irgendwann!

 Hier können alle Interessierten miterleben, wie ich meinen Traum verwirkliche!

 

Kontakt zum Autor

Impressum
Kategorien
Vorne weg
Nun endlich on tour
Die Reise geht weiter
Jetzt geht es in's Zentrum
Das Geschenk!
Back to Sydney
Das war's erst mal
Neueste Notizen
5 Tage Bangkok und Ende
[March 12, 2010]
Down under ade
[February 15, 2010]
Auf dem Rueckweg
[January 30, 2010]
Nun bin ich Open Water Diver
[January 11, 2010]
Kings Canyon und raus aus dem Outback
[January 1, 2010]
Photoalben
Bangkok bis Isny
Die Letzten aus Australien
Auf dem Rueckweg
Wasser, Wasser
Kings Canyon
Jetzt geht es in's Zentrum
K.I., Adelaide und die Flinders Ranges
Great Ocean Road und The Grampians
Die ersten 1600 km
Sydney
Dubai
So geht es los






Kostenloser Service von 123gratisblog.de & AU & NZ Community
Allgemein Bild Fullbanner b